Weihnachten in N'Dangane
Aus dem Reisebericht:
„Genau am Heiligabend treffen wir in N'Dangane ein. Unser Ziel ist die „Auberge Bouffe“, eine kleine Pension, die von den beiden Schweizern Barbara Kaufmann und Bruno Albrecht geführt wird. Die beiden leben seit einigen Jahren hier und engagieren sich sehr für die Menschen in ihrer zweiten Heimat. So gründeten sie einen kleinen Fond „Dimmali Dara“, mit dem sie Kindern aus armen Verhältnissen den Schulbesuch ermöglichen.
Auf unsere Anregung knüpften sie Kontakt zur Mittelschule des Ortes, hier lernen die 12-17jährigen Schüler der Sekundarstufe momentan in provisorischen Unterrichtsräumen.Ein neues Schulgebäude ist gerade im Entstehen und der Weihnachtsabend ist Anlass für die Schule, im Dorf Geld für neues Baumaterial zu sammeln.Da wird also für einen Sack Zement oder für ein paar Ziegel gespendet und so kann Stück für Stück das Gebäude entstehen, von Deutschland aus kann man sich das sicher nur schwer vorstellen.
Bei unserer Ankunft fahren gerade unsere Herbergseltern Barbara und Bruno verkleidet als "Papa Noel", so heißt hier der Weihnachtsmann, mit der Kutsche durch die Straßen und verteilen Süßigkeiten. Sie finden großen Anklang und haben damit schon eine kleine Tradition geschaffen.
Für den nächsten Tag haben sie ein Treffen mit der Schulleitung organisiert. Ein Elternvertreter ist auch anwesend.Leider können wir den Kindern die Geschenke nicht persönlich überreichen, denn auch hier sind Weihnachtsferien.
Aber die Lehrer freuen sich sehr über die vielen Sachen und danken uns sehr sehr herzlich. Sie meinen, es wird ein guter Start für die Schüler im neuen Jahr sein. Barbara hat versprochen, ein paar Fotos von der Übergabe der Geschenke zu machen, und wenn wir auf dem Rückweg im Februar hier wieder vorbei kommen, ist der Neubau der Schule vielleicht auch schon ein Stück vorangeschritten.
Nach vielen vielen Danksagungen und Händeschütteln werden alle Kartons mit dem Schulmaterial auf die "Charette", den Pferdekarren, verladen und vorerst im provisorischen Schulraum gelagert. Wir denken, dass wir den senegalesischen Schülern damit eine Freude bereiten können und danken allen fleißigen Sammlern.“